Wer sexuelle Gewalt erlitten hat, hat oft Jahre später noch mit den Folgen für die eigene Sexualität zu kämpfen. Berührungen und Nähe lassen belastende Erinnerungen lebendig werden. Angst, Ohnmacht, Fluchtimpulse und Erstarrung machen hilflos. Ekel und Schmutzgefühle verstören ebenso wie ungewollte Erregung oder Gewaltfantasien. Die Vagina verengt sich zum Schutz und tut weh, während der übrige Körper nichts spürt. Der Geist schaltet ab. Nicht immer ist hinterher klar, was beim Sex geschah. Auch weil sie ihre Bedürfnisse kaum spüren oder äußern können, sind viele Betroffene schutzlos. Grenzen und Gefahren zu erkennen, fällt ihnen schwer – weitere belastende Erfahrungen und Reviktimisierungen sind die Folge. Während manche Betroffene Sex deshalb lieber aus dem Weg gehen, wollen andere ihn unbedingt, weil sie sich menschliche Zuwendung erhoffen und Alleinsein nicht ertragen. Pornos und digitale Sexkontakte bergen besondere Risiken für die Betroffenen. Auch Sexsucht kommt vor. Oft sind die Partner:innen von Betroffenen ebenfalls verunsichert und belastet.

Die Inhalte passe ich gerne dem Zeitrahmen Ihrer Veranstaltung an. In einem 3-tägigen Workshop vermittle ich z. B.

  • Wissen zu sexuellen Traumafolgen
  • Know-how für die Gesprächsführung, Anamnese und Diagnostik
  • ein Behandlungskonzept, das Elemente aus der Trauma-, Sexual-, Paar- und Körpertherapie verbindet. Die Arbeit stärkt Betroffene in ihrer sexuellen Selbstfürsorge und Selbstbestimmung und lindert belastendes Wiedererleben und Dissoziation. Die Partner:innen werden dabei intensiv miteinbezogen.

Bei mehrtägigen Online-Workshops können Gastdozentinnen zugeschaltet werden

  • Nadine hat selbst sexuelle Gewalt erlebt und ist eine frühere Patientin. Sie berichtet aus ihrer Therapie, erklärt, was ihr am besten geholfen hat, demonstriert kleine körpertherapeutische Interventionen für die Praxis und diskutiert mit.
  • Theresa Lachner erzählt über sexuelle Gewalt in Partnerschaften, als systemische Sexualberaterin und Autorin, aber auch als jemand, die dies selbst erlebt hat.
  • Karin Paschinger erklärt, wie man Feldenkrais und Physiotherapie einsetzen kann, um Betroffenen wirkungsvoll zu helfen (mit Selbsterfahrungsanteilen)