Die Spuren der Gewalt – Sexuelle Traumafolgen

Menschen, die sexuelle Gewalt erlitten haben, sind in ihrer Sexualität oft stark belastet. Berührungen und Nähe lassen überwältigende Erinnerungen lebendig werden. Angst, Ekel, Ohnmacht, Beschmutzungsgefühle und Gewaltfantasien verstören und machen hilflos. Der Sex ist schmerzhaft, der Unterleib verkrampft, die Vagina verengt sich zum Schutz. Der dissoziative Körper spürt nicht, der Geist schaltet ab. Nicht immer ist hinterher klar, was beim Sex geschah. Vielen Betroffenen fällt es schwer, ihre Bedürfnisse zu erspüren und zu äußern. Sie gehen weit über ihre Grenzen und machen beim Sex Dinge, die ihnen nicht guttun. Während die einen Sex deshalb lieber aus dem Weg gehen, wollen andere ihn unbedingt, weil sie sich Zuwendung ersehnen und Alleinsein nicht ertragen. Online-Pornographie und -Dating bergen besondere Risiken für die Betroffenen. Auch Sexsucht kommt vor. Oft sind die Partner*innen von Betroffen ebenfalls belastet und es kommt zum Konflikt oder zur Trennung.

Die Inhalte passe ich gerne dem Zeitrahmen Ihrer Veranstaltung an. In einem zweitägigen Workshop vermittle ich z. B.

  • Grundlagen zu sexuellen Traumafolgen
  • Know-how für die traumasensible Sexualanamnese und -diagnostik
  • ein Behandlungskonzept, das psycho-, sexual-, paar- und körpertherapeutische Elemente verbindet. Die Arbeit stärkt Betroffene in ihrer sexuellen Selbstbestimmung und hilft ihnen, Wiedererleben und Dissoziation zu verringern. Der Partner oder die Partnerin wird dabei intensiv miteinbezogen.

Fallbeispiele, Videos und Selbsterfahrung ergänzen die praxisnahe Informationsvermittlung.

Während der Corona-Pandemie kann ich bis auf Weiteres nur Online-Formate anbieten.

Was passiert in einem Online-Workshop?

Kurzweilig, lebendig, mit viel Austausch untereinander – interaktives Online-Lernen macht Spaß und bringt uns näher zueinander. Vortragsteile wechseln sich ab mit

  • Fallvorstellungen per Video
  • Kleingruppenarbeit in Breakout-Sessions
  • Diskussionsrunden
  • Selbsterfahrungsanteilen
  • Pausenräumen zur persönlichen Begegnung

Bei mehrtägigen Workshops können Gastdozentinnen zugeschaltet werden

  • eine Patientin berichtet aus ihrer Therapie, zeigt, was ihr geholfen hat, beantwortet Fragen und diskutiert mit
  • Theresa Lachner erzählt über sexuelle Gewalt in Partnerschaften, als Expertin und systemische Sexualberaterin, aber auch als jemand, die dies selbst erlebt hat
  • Karin Paschinger erklärt, wie man Feldenkrais und Physiotherapie einsetzen kann, um Betroffenen wirkungsvoll zu helfen (mit Selbsterfahrungsanteilen)

Terminkalender

13./14.11.2020 AiT Berlin (Online-Seminar mit Karin Paschinger und Theresa Lachner)

21./22.01.2021 THZM München (Online-Seminar mit Karin Paschinger)

04./05.06.2021 Middendorf/Sturm Berlin (mit Karin Paschinger)

23./24.07.2021 ZAP Wien

21.-23.10.2021 IGST Heidelberg (mit Theresa Lachner)

05./06.11.2021 AiT Berlin

20./21.08.2021 fortschritte Hamburg (Online-Seminar mit mit Theresa Lachner)

18./19.12.2021 CIP München (Programm noch nicht veröffentlicht)

10./11.03.2022 als Teil der Sexualtherapie-Ausbildung mit Ulrich Clement und Karina Kehlet-Lins am isi berlin (Programm noch nicht veröffentlicht)

17. oder 18.07.2023 als Teil der Sexualtherapie-Ausbildung mit Angelika Eck am istob München (Programm noch nicht veröffentlicht)