Burnout, Depression, Ängste und andere psychische Erkrankungen belasten nicht nur die Partnerschaften von Betroffenen, sondern meist auch ihre Sexualität. Der zusätzliche Stress, der dadurch entsteht, erschwert die Genesung und zermürbt haltgebende Beziehungen.

Umgekehrt können Probleme in dem höchstpersönlichen und intimen Bereich Sexualität psychische Erkrankungen mit auslösen oder verschlimmern. Nicht selten entsteht dadurch ein Teufelskreis, der aus eigener Kraft kaum zu durchbrechen ist.

Medikamente erweisen sich zum Teil als hilfreich, andererseits kommt es unter ihrem Einfluss oft zu weiteren sexuellen Problemen. Nicht wenige setzen ihre Medikamente deshalb lieber wieder ab und riskieren dadurch bereits erzielte Therapieerfolge.

Wer in der Therapie, Beratung oder medizinischen Versorgung von Betroffenen arbeitet, findet es nicht immer leicht, sich dem Thema Sexualität zuzuwenden. Zu intim, zu beschämend erscheint die Frage nach der Sexualität der Menschen, die sich uns anvertrauen. Fragen wir allerdings nicht danach, übersehen wir wichtige Risiken für die psychische Gesundheit und lassen unsere Patient:innen und Klient:innen mit ihren Schwierigkeiten alleine.

Wie kann man über Sexualität ins Gespräch kommen? Und wie geht es weiter, wenn das Thema plötzlich im Raum ist? Wie kann man handeln und weiterhelfen?

Der Kurs vermittelt …

  • Wissen zu den häufigsten sexuellen Problemen und Störungen: Lustlosigkeit, Erregungs- und Orgasmusschwierigkeiten, sexuelle Schmerzstörungen, sexuelle Traumafolgen, Porno- und Sexsucht
  • Know-how für die Gesprächsführung, Anamnese und Diagnostik
  • wirksame therapeutische Interventionen

Diese Inhalte sind für einen zweitägigen Workshop ausgelegt. Wenn Sie einen anderen Zeitrahmen für Ihre Veranstaltung planen, kürzen oder erweitern wir die Inhalte entsprechend.

Lernmethoden

Fallbeispiele, Diskussion, Kleingruppenarbeit und Selbsterfahrung ergänzen die praxisnahe Informationsvermittlung.

Weiterführende Infos

Ist das normal? – Sprechen wir über Sex, wie du ihn willst. Büttner, Stockrahm, Schadwinkel. BELTZ, 2020.

Sexualität und Trauma. Grundlagen und Therapie traumaassoziierter sexueller Störungen. Büttner (Hrsg.). Schattauer, 2018.

Ist das normal? – Der ZEIT-ONLINE-Podcast.