„Sehr kompetentes Nachschlagwerk“ – Deutsches Ärzteblatt PP

„Umfassendes Standardwerk zu traumaassoziierten sexuellen Störungen“ – Verhaltenstherapie

„Gehört in die Hand jeder Traumatherapeutin und jedes Sexualtherapeuten“ – Ulrich Clement

Verletzte Seele, verletzter Körper, verletzliche Sexualität

Ein Trauma – allem voran die Erfahrung sexueller Gewalt – kann das Verhältnis zur eigenen Sexualität empfindlich stören und den Umgang damit zu einem großen Problem werden lassen.

Sexualität kann sich für betroffene Menschen anfühlen wie ein Minenfeld. Nähe wird zur Bedrohung. Berührungen lösen Angst, Hilflosigkeit, Ekel und Schamgefühle aus. Erinnerungen an das Trauma drängen sich ins Bewusstsein. Alles fühlt sich an „wie damals“. Zum Schutz wird die Situation ausgeblendet. Die Gefühle sind taub, der Körper nicht mehr spürbar. Oder es tut weh. Nicht nur Genital und Unterleib, auch andere Stellen am Körper können schmerzen. Sexualität als einen Ausdruck von Verbundenheit und Lebendigkeit zu empfinden, ist so nicht möglich.

Obwohl sie ihn kaum ertragen, lassen sich viele Betroffene trotzdem immer wieder auf Sex ein. Sie erdulden ihn, weil sie befürchten, sonst verlassen zu werden. Andere gehen jeder intimen Begegnung aus dem Weg oder flüchten sich sogar in die Beziehungslosigkeit, wo sie zwar geschützt, dafür aber oft auch einsam sind.

Manche Betroffene wiederum sexualisieren und objektifizieren sich selbst. Ein ungestilltes Bedürfnis nach Zuwendung zieht sie zu immer neuen Sexpartnern, auf die sie sich einlassen, ohne sich vor ansteckenden Krankheiten, ungewollter Schwangerschaft oder gewalttätigen Übergriffen zu schützen. Aber auch Sexsucht, sexuelle Funktionsstörungen und Probleme mit der sexuellen Identitätsfindung kommen vor. Und einige Menschen, die Gewalt erfahren haben, werden eines Tages sogar selbst zum Täter.

Wie lassen sich die sexuellen Probleme von traumatisierten Menschen verstehen? Was trägt zu deren Entstehung bei? Wie kann man als Therapeut*in, Arzt/Ärztin oder Berater*in mit Betroffenen über Sexualität ins Gespräch kommen? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit die Behandlung sicher ist und gelingen kann? Wie sollte sie im Einzelnen gestaltet sein? Auf alle diese Fragen geht „Sexualität und Trauma“ ein – basierend auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft und der therapeutischen Expertise der Autoren.

Eine Leseprobe finden Sie hier.
Erhältlich ist das Buch beim Schattauer-Verlag und bei anderen Buchhändlern.

Stimmen zu „Sexualität und Trauma“

„Schwierige Themen werden gern vermieden. Aber gute Bücher zu schwierigen Themen öffnen die Tür, indem sie das bereitstellen, was die Patientinnen und Patienten brauchen, nämlich erfahrungsgestärkte Praxis, plausible Theorie mit Bodenkontakt und eine mutige professionelle Haltung, sich auch den schwer erträglichen und schrecklichen Seiten menschlicher Sexualität zuzuwenden. ‚Sexualität und Trauma‘ leistet genau das. Es gehört in die Hand jeder Traumatherapeutin und jedes Sexualtherapeuten.“ – Ulrich Clement

„Auch erfahrene Praktikerinnen und Praktiker im Bereich der Behandlung von Traumata werden dieses Buch mit großem Gewinn lesen, da es erstmals eine umfassende Zusammenschau der beiden Themen Trauma und Sexualität leistet.“ – socialnet (Juni 2018). Die vollständige Rezension ist hier zu finden.

„In diese Lücke stößt das Buch «Sexualität und Trauma: Grundlagen und Therapie traumaassoziierter sexueller Störungen», mit dem erstmalig im deutschsprachigen Raum ein umfassendes Standardwerk zu traumaassoziierten sexuellen Störungen vorliegt. Der Herausgeberin […] ist es gelungen, mit der Unterstützung zahlreicher namhafter AutorInnen […] eine weite Brücke zu schlagen von einer umfassenden Integration des bestehenden empirischen Wissens hin zu konkreten, empirisch fundierten Anweisungen für das psychotherapeutische Vorgehen. […] Die Hoffnung darauf, dass sich die Diagnostik und Therapie sexueller Störungen infolge traumatischer Erfahrungen zukünftig verbessern werden, ist mit diesem Buch erheblich gestiegen. Insbesondere im Sinne der betroffenen PatientInnen ist ihm daher von Herzen die verdiente zahlreiche Leserschaft aus Forschung und Praxis zu wünschen.“ – Verhaltenstherapie (2018;28:189–190).

„Der Leser bekommt wertvolle Impulse zum Mitnehmen in die eigene psychotherapeutische Denk- und Arbeitsweise […] runden dieses sehr kompetente Nachschlagwerk ab.“ – Deutsches Ärzteblatt PP (September 2018, Seite 425). Die vollständige Rezension ist hier zu finden.

„Die Autorinnen und Autoren zeigen systematisch und anhand von vielen Praxisbeispielen überzeugend auf, wie hilfreich es sein kann, Störungen der Sexualität als Teil einer komplexen, auch die sexuelle Entwicklung betreffenden Traumafolgesymptomatik zu verstehen […] Damit öffnet sich der Blick für die Möglichkeit, den sinnlichen und lustvollen Bezug zum eigenen Körper und eine selbstbestimmte Sexualität als realistisch erreichbare Therapieziele in der Behandlung von Patienten und Patientinnen mit sexuellen Gewalterfahrungen ernst zu nehmen.“ – Martin Sack

Autoren (in alphabetischer Reihenfolge)